Das Mosaik-Regal

Derzeit steht das Schlafzimmer auf dem Programm. Wir haben alles rausgeschmissen, weil endlich mal Zeit für neue Möbel war. Durch den extrem großen begehbaren Kleiderschrank musste ich ständig abermals messen. Was ja auch egal ist, denn der Plan stand dann irgendwann fest. Dadurch kam es allerdings auch zu einem toten Raum. Fehlender Stauraum und überschüssige Möbel führten zu einem Regal. 25cm tief, 90cm hoch und 285cm lang.  Da es im Grunde genommen nur zurecht gesägte und geschraubte Bretter sind, spare ich mir den Teil des Aufbaus.

Also ging es mir hauptsächlich nur um den „Deckel“ des Regals. So ein schnödes langweiliges Brett macht ja keinen Sinn und sieht auch mehr oder minder blöd aus. Würde auch gar nicht zu mir bzw. zu uns passen. Also hab ich mir was ausgedacht. Und weil es hier ja noch so einige Spiegel gab die keiner mehr braucht und auch noch ein Paket Fliesen übrig war, dachte ich mir, so ein „kleines“ Mosaik aus Spiegel und Fliesen wäre doch auch mal ganz nett.
Nur ein herkömmliches Mosaik war es dann nicht. Unser Ehegelübde frei nach Goethe: „Ewig Mein – Ewig Dein – Ewig Uns“ war somit eigentlich auch irgendwie klar. Dieses Zitat begleitet unsere Beziehung fast von Anfang an und dekoriert nun auch unser Schlafzimmer.

Zu aller erst musste ich natürlich Spiegel und Fliesen kaputt bekommen. Ich habe alte Spannbetttücher genommen und das Material da hinein gelegt. Mit dem Hammer drauf hauen bis die Stücken die richtige Größe haben. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn irgendwie ging das nicht immer so leicht. Der Spiegel bzw. die Spiegel waren doch sehr hartnäckig. Aber nach so einiger Zeit und Kraftaufwendung war es geschafft.

Das Probelegen:
Bevor ich mit Kleber und so begonnen habe, musste ich erstmal schauen ob das überhaupt passt so wie ich mir das vorgestellt habe. Nur mit dem Bleistift auf den Untergrund schreiben und hoffen das es funktioniert war jetzt auch nicht so überzeugend. Also habe ich erstmal Probe gelegt.

(Bilder werden hoch geladen)

Das Kleben:
Das war eigentlich relativ simple. Kleber aufs Brett, Fliesen und Spiegel nach Vorstellung auflegen und danach einfach 24 Stunden warten bis es fest ist.


Das Verfugen:
Dieser Punkt hat mich darauf gebracht, das ich dies nie mehr wieder tun werde. Oder zumindest nicht so schnell. Es ist eine sehr hartnäckige und unschöne Arbeit. Ich meine, es war mir ja auch klar, dass es nicht einfach wird, aber so ein Mosaik ist einfach sch****. Entschuldigt bitte. Aber ich hab mich stundenlang hingestellt und gemacht und getan. Jede einzelne Fuge, jeden Spiegel und jede Fliese abwischen, warten bis es angezogen ist, und wieder wischen und polieren. Ein Graus. Das hat alles in allem wirklich mehrere Stunden gedauert.

(hier werden Bilder sein)

Schönheitskorrektur:
Farblich war da noch ein bisschen zu tun. Die Stege vom Regal habe ich in Schwarz gestrichen, passend zu den Fliesen.

Mein Fazit:
Egal wie schön es aussieht jetzt und mit späterer Beleuchtung, so würde ich es nie mehr in dieser Größenordnung machen. Kleiner ja, aber in der Größe wirklich  nicht mehr, nicht wieder.

Das einfache Küchenregal

Gestern Abend, bei dem Kinderzimmer-Ausräum-Verfahren 😉 (er bekommt ein neues Zimmer, nicht das jemand denkt ich setz ihn vor die Tür 😀 ) sind mir unter anderem Bretter, deren Verwendungszweck noch geklärt wird, und zwei kleine Schubladen in die Hände „gefallen“.
Was daraus machen? Klar, wegschmeißen wäre eine Alternative, lag aber nicht in meinem Sinn.
Regale kann ich immer gebrauchen, gerade in der Küche. Dieser ganze Koch- und Backkram (besonders letzterer befindet sich in Unmengen bei mir) muss doch untergebracht werden.

Was habe ich benötigt?

  • Einen Akkuschrauber
  • drei Schrauben
  • die zwei Schubkästen
  • und einen Ehemann

so einfach war es. Das Schwierigste war die Kästen so aufeinander zu kriegen das es passt und nichts irgendwo absteht. Dafür auch der Ehemann 😉
Schubladen übereinander setzen und einfach zusammen schrauben. Fertig.

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Weil ich für das obere Fach noch nicht wirklich was gefunden habe, dient es (passend zur Adventszeit) als Abstellfläche für meine Weihnachtstees. Es ist halt doch etwas kleiner als unten.
Ich war im Übrigen auch einfach zu faul, die Namen der im Regal stehenden Marken weg zu machen. Einfach ignorieren wem es nicht gefällt bzw. passt 😉

 

Der Schmetterlingstreffpunkt – Sandmuschel mal anders

Ich bin mir gar nicht so sicher wie das eigentlich kam. Beim Durchblättern unseres Kataloges kam meinem Kind die Idee, ein Schmetterlingstreffpunkt, das wäre doch was Ideales neben dem Hochbeet.
so weit so gut. Die Saatmischung ist ja einfach gekauft. Und dann?

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Es einfach auf die Wiese streuen? Wäre sinnlos, denn es ist Rasenmäher-Saison 😉 auch bei uns.
Also ein großes Gefäß muss her. Die Sandmuschel war der perfekte Ort. Das Kind ist eh zu alt dafür und so stand sie jetzt die letzten Jahre nur rum und hat Wasser gesammelt.

Den Sand haben wir größtenteils drin gelassen. Und dann nur noch 40 Liter Pflanzenerde drauf, Saat verstreuen (nicht alles, denn das wäre eindeutig zu viel) und mit Erde bedecken und dann heißt es einfach warten.

Es wächst wie Unkraut. Einige werden natürlich sagen: „Es ist Unkraut.“ Aber was soll’s. Bin gespannt wie es dann aussieht mit Blüten und Schmetterlingen.

 

Die Sitzecke 1 – Das Hochbeet

Ich weiß gar nicht so richtig wie wir auf die Idee gekommen sind. Acht Jahre wohnen wir jetzt hier und eigentlich wollten wir uns nie so richtig darauf festlegen hier zu Hause zu sein. Aber jetzt war es dann doch so weit. Und da ich gerade keinen Produkttest mache, habe ich beschlossen zu werkeln.

Der Vorteil wenn man auf einer großen Baustelle wohnt, man hat auf jeden Fall genug Baumaterial.

Also okay, ich habe die Backsteine aus der Ecke gezerrt, welche da seit Jahren einen eher undekorativen Zweck als Stapel boten, habe einen Sack Maurer-Putz-Mörtel in den Baustoffen im Wintergarten genommen und auf ging’s. Stein auf Stein. Bis es 80 cm hoch war. Mehr wollte ich nicht. Mehr ist auch nicht nötig gewesen.

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Nun ging es um die Füllung. Nach ewiger Googlesuche und immer noch keinem richtigen Plan habe ich mir für folgendes entschieden.

Rund ums Haus die Natursteine einsammeln und damit den Boden bedecken. 😉
Danach den Baumschnitt (habe ich in einem Artikel gelesen)
Grasnarbe. Abgestochen bei meiner Tante im Garten (die baut gerade einen riesen Pool)
Mit Erde auffüllen (Gartenerde, ebenfalls von meiner Tante und obendrauf Blumenerde

Bepflanzt habe ich das Beet, entgegen aller Anmerkungen meiner Mitmenschen, mit Blumen. Zauberglöckchen und Lilien.

Und dann kam noch das Verputzen. Für mich persönlich das Schlimmste an dem ganzen Projekt. Aber ich habe es nach ewig langer Zeit geschafft. 🙂
Also irgendwie mit Müh und Not. Es ist nicht perfekt, aber das sollte es auch nie sein. Denn sonst hätte ich ja auch jemanden anbei holen können, der das schon mal gemacht hat und nicht den Selbstversuch gestartet.

Mittlerweile hat sich auch drumherum einiges drumherum getan und zumindest eine Lilie hat den Weg nach draußen schon etwas getan. Das ganze ist ja schon 3 Wochen her.

Dadurch das es permanent der Sonne ausgesetzt ist, wird die Erde wie Beton, egal ob es Abends dauerhaft regnet. Davon merkt man gleich nach den ersten Sonnenstrahlen nichts mehr. Das hat mich ein wenig nervös gemacht. Denn in Beton wächst ja nun doch nicht all zu viel 😉 Also drei Gießkannen Wasser und mit Rindenmulch abgedeckt. Da schützt vor dem totalen Austrocknen.

So hat zumindest eine Lilie schon ihren Weg nach draußen gefunden mittlerweile und auch die Zauberglöckchen blühen.


Es ist also alles in allem kein Meisterwerk. Aber für den ersten Versuch bin ich stolz auf mich 😉